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Mirka erhält Auszeichnung für Produktionstechnik

1. Oktober 2026

Mirkas Tochtergesellschaft Mirka Abrasives Germany wurde für ihr naphthalinfreies Verfahren zur Herstellung von Schleifkörpern mit dem Deutschen Gefahrstoffschutzpreis ausgezeichnet. Der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vergebene Preis würdigt innovative Lösungen, die Beschäftigte vor Gefahrstoffen schützen.
André Wagner, Geschäftsführer von Mirka Abrasives Germany, Christian Wenzel, Labortechniker, und Paulo Benvenuto, Vice President Industrial Solutions, mit einem naphthalinfreien Schleifkörper.

Manchmal sind es gerade die Zwischenräume, also das Fehlen von etwas, die ein Ganzes zusammenhalten. Das gilt insbesondere für die Herstellung gebundener Schleifmittel.

Gebundene Schleifkörper für industrielle Anwendungen verfügen in der Regel über kleine Hohlräume, die sogenannte Porosität, in ihrer Schleiffläche. Diese Poren sind entscheidend für die Funktion der Schleifkörper: Sie nehmen unter anderem Kühlschmierstoff auf, reduzieren unnötige Reibung im Bearbeitungsprozess und transportieren Späne aus der Schleifzone ab.

Die poröse Struktur ist unverzichtbar. Was Hersteller und Gesetzgeber jedoch seit Langem vermeiden wollen, ist das Verfahren, mit dem diese Struktur bislang erzeugt wurde. Das Problem bei der herkömmlichen Methode ist der Einsatz von Naphthalin, einem krebserzeugenden und potenziell explosionsgefährlichen Stoff, der leicht eingeatmet werden kann, da er bereits bei Raumtemperatur verdampft.

Vor einigen Jahren entwickelte das heutige Team von Mirka Abrasives Germany, damals noch Hermes Schleifmittel GmbH, ein sicheres Verfahren zur naphthalinfreien Herstellung von Schleifkörpern. André Wagner, Geschäftsführer von Mirka Abrasives Germany, beschreibt die Vorteile der neuen Produktionstechnik:

„Bei unserem Verfahren wird Naphthalin durch Fumarsäure ersetzt, einen deutlich weniger gefährlichen Stoff, der unter anderem als Lebensmittelzusatzstoff weit verbreitet ist. Dadurch können wir die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen verbessern und gleichzeitig unseren Endkunden einen zusätzlichen Vorteil bieten, denn mit dem neuen Verfahren lassen sich größere Poren erzeugen, als dies mit dem Naphthalin-Verfahren möglich war.“

Die Umstellung auf das neue, patentierte Verfahren ist eine konkrete Maßnahme, die die Herstellung spezialisierter Produkte für industrielle Anwendungen unterstützt. Gleichzeitig ist sie Teil eines umfassenderen Erneuerungsprozesses innerhalb der Schleifmittelindustrie.

Mirka treibt diesen Wandel aktiv voran: Mehrere Projekte beschäftigen sich unter anderem mit formaldehydfreien Produktionsverfahren sowie mit Schleifmitteln, bei denen recyceltes Schleifkorn zum Einsatz kommt.

Mehr über den deutschen Gefahrstoffschutzpreis erfahren